Pressemitteilungen

Schleswig-Holstein: Startschuss für den Nachhaltigkeitspreis des Landes – Umweltminister Robert Habeck: „Wir suchen Um und Querdenker.“

KIEL. Umweltminister Robert Habeck hat heute (20. August) den Startschuss für den Nachhaltigkeitspreis 2019 des Landes Schleswig-Holstein gegeben. Der Preis wird bereits zum sechsten Mal verliehen und ist mit 11.000 Euro dotiert. „Der Preis ist ein Anreiz, nachhaltige Projekte im Land voranzutreiben und mit ihnen für ein anderes Bewusstsein zu werben. Ich bin gespannt, welche zukunftsfähigen Alternativen für Schleswig-Holstein in diesem Jahr ans Licht gefördert werden. Wir suchen Um- und Querdenker. Menschen, die sich wie die Landesregierung den UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet fühlen, die über eingefahrene Wege hinaussehen, ihre nachhaltigen Innovationen sichtbar machen und damit zur Nachahmung anregen“, sagte Habeck.

Neben dem allgemeinen Motto „Gekonnt anders –zukunftsfähige Alternativen für die Glücksregion“ gibt es in diesem Jahr vier spezielle Bereiche, die aktuelle Themen mit Handlungsbedarf aufgreifen und in denen Bewerbungen eingereicht werden können: „Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kita, Schule, Ausbildung oder außerschulischem Lernort“, „Nachhaltige Mobilität für Güter und Mitarbeiter in kleinen und mittleren Unternehmen“, „Kooperation statt Konkurrenz als Erfolgsrezept“, „Alternativen zu Art und Umfang heutigen Konsums“.

Neben dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) zählen auch die Industrie und Handelskammer Schleswig-Holstein, die beiden Bildungszentren für nachhaltige Entwicklung  das Christian Jensen Kolleg in Breklum und das Haus am Schüberg in Ammersbek  sowie erstmals die Investitionsbank Schleswig Holstein (IB.SH), die einen Sonderpreis beisteuert, zu den Partnern des Nachhaltigkeitspreises. „Es ist großartig, dass wir gemeinsam mit den beteiligten Akteuren einen Fokus auf gute Beispiele gelebter Unternehmensverantwortung legen können“, so Habeck.

Die Bürgerinnen und Bürger Schleswig-Holsteins sind dazu eingeladen, sich bis zum 23. November 2018 zu bewerben oder entsprechende Gruppen oder Einzelpersonen für den Preis vorzuschlagen. Als Preisträger kommen Unternehmen, Vereine und Verbände, Bürgerinitiativen, Kommunen (auch Ortsteile), Kirchengemeinden und kommunale Partnerschaften sowie Schulen oder Einzelpersonen aus Schleswig-Holstein in Betracht, die in ihren Projekten innovative Ideen für „Soziale Gerechtigkeit“, „Wirtschaftlichkeit“ und „Umweltverträglichkeit“ beispielgebend und erfolgreich miteinander verbinden. Beiträge aus Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, die zu dieser Art von Verhaltensänderung anregen, sind von der Jury ausdrücklich erwünscht.

Die Projekte müssen über eine langfristige Zielsetzung verfügen und dürfen noch nicht mit einem anderen Geldpreis bedacht worden sein. Zudem muss die Umsetzung der Projekte bereits gestartet sein. Die online einzureichenden Vorschläge bewertet eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden und Institutionen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Soziales, Kirche, Kommunen sowie Natur und Umweltschutz unter Vorsitz von Umweltstaatssekretärin Anke Erdmann.

Informationen und Bewerbungsunterlagen sind im Internet unter www.nachhaltigkeitspreis.schleswigholstein.de zu finden.

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, 20 August 2018
Wahlcheck Landtagswahlen 2017 zu Entwicklungspolitik

Im Zuge der Schleswig-Holsteiner Landtagswahl am 07. Mai 2017 prüft der Wahlcheck des Eine Welt Bündnis Schleswig Holsteins (BEI) die Berücksichtigung der UN-Nachhaltigkeitsziele durch die Kandidaten/-innen. Der Wahlcheck enthält zehn Fragen zu den Themen Nachhaltigkeit und Entwicklungszusammenarbeit, die sich an Politiker/-innen richten. Neben der Möglichkeit, die Antworten der Kandidaten/-innen einzusehen, können Bürger/-innen ihre Fragen auch direkt an die Politiker/-innen richten. Mit Blick auf die Sustainable Development Goals (SDG) rückt die nachhaltige Entwicklung auch in den politischen Fokus. Um zu prüfen, inwiefern sich die zu wählenden Vertreter/-innen mit diesen Zielen auseinandersetzen, bieten die Fragen eine gute Grundlage. Beispielsweise wird geprüft, welchen Stellenwert die Nachhaltigkeitsziele einnehmen oder wie sich die Fraktionen für einen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Wandel im Sinne der Nachhaltigkeit einsetzen möchten. Um interessierten Bürger/-innen aus Schleswig-Holstein einen Überblick zu den Positionen der Landtagsfraktionen in Schleswig-Holstein zu geben, werden die Antworten vom BEI bis zum 15. April 2017 gesammelt und im Anschluss veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 13 April 2017
Kabinett verabschiedet Landesentwicklungsstrategie 2030

Als erstes Land in Deutschland bekommt Schleswig-Holstein eine Landesentwicklungsstrategie, in der die Zukunft des Landes auf viele Jahre hinaus geplant wird. Der Entwurf wurde heute (13. Dezember) vom Kabinett beschlossen. Auf 260 Seiten geht es um die wichtigsten politischen Weichenstellungen der kommenden knapp anderthalb Jahrzehnte. Welche Trends und Themen werden Schleswig-Holstein in Zukunft bestimmen? Wie entwickelt sich der echte Norden in den kommenden Jahren? Wie muss und wie kann Politik darauf reagieren? All das sind Inhalte der "Landesentwicklungsstrategie Schleswig-Holstein 2030". Auch die Bürgerinnen und Bürger können ihre Meinung dazu abgeben: Von Ende Januar bis Ende Mai 2017 kann in einem öffentlichen Beteiligungsverfahren im Internet dazu Stellung genommen werden.

Ministerpräsident Albig: Über Wahlperioden hinaus denken

"Wir leben in einer Welt, die sich schnell und stark verändert. Die Digitalisierung, die zunehmende Internationalisierung und der Klimawandel stellen uns jetzt schon vor große Herausforderungen. Diese Themen bieten aber auch viele Chancen: Daher müssen wir sehen, welche Herausforderungen sie für unser Land bieten und wie wir diese Entwicklungen so gestalten, dass viele Schleswig-Holsteiner davon profitieren und möglichst keiner zurückbleibt", sagte Ministerpräsident Torsten Albig. Die Landesregierung nehme die Verantwortung für die Zukunft des Landes ernst über denke über Wahlperioden hinaus. Daher erhalte Schleswig-Holstein erstmals in seiner Geschichte eine Landesentwicklungsstrategie (LES).

Echte Entwicklungschancen für Schleswig-Holstein

Die Landesregierung wolle mit der Strategie die zentralen Zukunftsthemen anpacken und klare Prioritäten setzen, so Albig weiter. "Wir stehen vor großen Weichenstellungen und schulden es den kommenden Generationen, dass wir die Situation so genau wie möglich analysieren und unsere Schlüsse daraus ziehen. Nur wer sich klar vor Augen führt, wohin der Wind weht, kann auch den richtigen Kurs abstecken. Das Interessante ist, dass die internationalen Trends wie der digitale Wandel, die Internationalisierung, der demografische Wandel, die Energiewende oder die Zuwanderung Schleswig-Holstein in die Hände spielen. Unsere Alleinstellungsmerkmale wie Wind, Meere und Lebensqualität sowie unsere Nähe zu Hamburg und Skandinavien werden zu echten Standortfaktoren, die Schleswig-Holstein attraktiv für Unternehmen und Menschen machen. Deshalb bin ich mir sicher, dass die besten Jahre von Schleswig-Holstein gerade erst begonnen haben. Damit alle Menschen davon profitieren, müssen wir unsere Politik aber entsprechend ausrichten", sagte der Regierungschef.

In elf strategischen Leitlinien seien die bedeutendsten Entwicklungen und daraus resultierenden Handlungsfelder definiert. Darin würden die größten Chancen, aber auch die größten Herausforderungen, für Schleswig-Holstein liegen.

Breiter Konsens im Land: Zahlreiche Beteiligte von Anfang an mit eingebunden

Um eine möglichst breite gesellschaftliche Akzeptanz der langfristigen Strategie zu erreichen, hatte die Landesregierung schon frühzeitig Industrie- und Handelskammern, Gewerkschaften, die kommunalen Landesverbände, den Bund der Steuerzahler, die Hochschulen, die Freie und Hansestadt Hamburg und dänische Nachbarregionen sowie viele andere Verbände und Institutionen mit ins Boot geholt. "Eine so umfassende Strategie kann die Landesregierung nicht allein umsetzen. Wir nehmen seit 2013 alle Beteiligten im Land mit und haben ihnen Gelegenheit gegeben, die Strategie mitzuprägen. Ich bin sehr froh, dass es gelungen ist, im Dialog einen so breiten Konsens zur Zukunft des Landes zu erreichen. Diese Zusammenarbeit ist und bleibt enorm wichtig, denn die Zukunft im echten Norden müssen wir gemeinsam gestalten", so Albig.

Vom Bürgerkongress über das Grünbuch bis hin zur LES 2030

Der Entwurf der Landesentwicklungsstrategie ist das Ergebnis eines langen Dialog- und Arbeitsprozesses. Er begann im Sommer 2013 mit dem Bürgerkongress des Ministerpräsidenten in Büdelsdorf und umfasste eine Onlinebefragung und zahlreiche Regionalkonferenzen im ganzen Land sowie umfangreiche Analysen. Im Frühjahr 2016 hatte die Landesregierung das "Grünbuch" zur Landesentwicklungsstrategie vorlegt, das bis Mitte des Jahres in über 50 Expertengesprächen, schriftlichen Stellung-nahmen und Online mit allen relevanten Fachakteuren breit diskutiert worden war.

Zahlreiche im Rahmen des Dialogs gemachte Ergänzungen, Änderungsvorschläge und Kritikpunkte hätten dazu beigetragen, die Landesentwicklungsstrategie nach dem Grünbuch noch einmal deutlich weiterzuentwickeln. So wurden beispielsweise zwei Leitlinien ergänzt und die Querschnittsthemen "Arbeit" und "Kultur" in mehreren Leitlinien aufgenommen.

Die Leitlinien im Überblick:

  • Digitalisierung: Zielgerichtet den digitalen Wandel in Schleswig-Holstein vorantreiben – u.a. durch schnelle Netze und die Förderung digitaler Kompetenzen und Fertigkeiten. Dafür ist die "Digitale Agenda" des Landes erstellt worden.
  • Lebensqualität: Den wichtigsten Standortfaktor Schleswig-Holsteins sichern und ausbauen – er ist die Grundlage dafür, dass Unternehmen und Arbeitnehmer sich für Schleswig-Holstein entscheiden, wenn sie durch die Digitalisierung freier wählen können. Dazu gehören u.a. auch gute soziale Infrastrukturen.
  • Bildung: Qualität stärken, Bildungsgerechtigkeit sichern und Zugänge ausbauen – u.a. durch inklusive Bildungsangebote, den Ausbau offener Ganztagsschulen sowie die Stärkung der dualen Ausbildung und den Ausbau von Jugendberufsagenturen.
  • Innovationen und Forschung: Ideen und Kreativität als Entwicklungstreiber begreifen – u.a. durch Ausbau der Forschungszentren und eine stärkere Vernetzung von Hochschulen und regionaler Wirtschaft.
  • Regionen im Wandel: Durch differenzierte Raumbetrachtung Stadt und Land zielgerichtet entwickeln – u.a. durch Erarbeitung regionaler Anpassungs- und Entwicklungsstrategien in kommunaler Eigenverantwortung, flexiblere Standards bei der Daseinsvorsorge und neue Versorgungsmodelle im Gesundheitswesen.
  • Wirtschaft: Wirtschaftliche Basis stärken und neue Zukunftsfelder profilieren – u. a. durch Schulterschluss mit den Unternehmen bei der Gewinnung und Entwicklung von Fachkräften, die Stärkung traditioneller Branchen (Beispiel: Ernährungswirtschaft) und die Entwicklung vielversprechender Zukunftsfelder (Beispiel: Meerestechnologien).
  • Mobilität der Zukunft: Heute die Verkehrspolitik von morgen denken – u. a. durch Erforschung unterschiedlicher Antriebsarten und Förderung von E-Mobilität sowie eine verstärkte intermodale Verknüpfung von Verkehrsmitteln unter Zuhilfenahme digitaler Technologien. Das Verkehrsministerium SH hat hierzu Mobilitätsgutachten erarbeitet.
  • Natürliche Lebensgrundlagen: Schützen und nutzen – u.a. durch Förderung ressourcensparender und kreislauforientierter Prozesse und Produkte (Herstellung, Nutzung und Entsorgung), die Verringerung des Flächenverbrauchs und einen ganzheitlichen Klimaschutz (zum Beispiel durch Umsetzung des Klimapakts Wohnen oder eine verstärkte Sektorkopplung).
  • Vernetzung und Kooperation: Überregionale und internationale Zusammenarbeit ausbauen – u. a. durch neue, flexiblere Kooperationsformen in der Metropolregion Hamburg, eine vertiefte Zusammenarbeit mit den skandinavischen Ländern und eine strategische Verknüpfung dieser verschiedenen Achsen.
  • Zuwanderung: Schleswig-Holstein als attraktives Zuwanderungsland gestalten – u. a. durch Umsetzung der Fachkräfteinitiative Zukunft im Norden, Ausweitung und Weiterentwicklung der Integrationsangebote und -strukturen sowie durch interkulturelle Öffnung der Regeldienste.
  • Moderner Staat und Gesellschaft: Soziale und gesellschaftliche Verantwortung im Wandel gewährleisten – indem staatliche Dienstleistungsangebote durch den Einsatz digitaler Lösungen bürgerfreundlicher und unbürokratischer gestaltet werden. Hierzu wurde eine E-Government-Strategie erarbeitet. Aber auch bürgerschaftliches Engagement und die stärkere Einbeziehung von Kin-dern und Jugendlichen in Entscheidungsprozesse sind Ansätze dieser Leitlinie.

Die Landesentwicklungsstrategie soll einmal in der Legislaturperiode überprüft, fortgeschrieben und mit den Akteuren im Land abgestimmt werden. Dies schließt auch die Überprüfung der UN-Nachhaltigkeitsziele ein, die bis 2030 umgesetzt werden müssen. Zu Beginn des neuen Jahres wird der Entwurf der LES an alle relevanten Akteure im Land versandt. Nach dem öffentlichen Anhörungs- und Beteiligungsverfahren vom Januar bis Mai 2017 soll die Strategie in der nächsten Legislaturperiode beschlossen werden.

Informationen zur Strategie und zum Beteiligungsverfahren, Beiträge prominenter Akteure der LES 2030 sowie Beispielvideos im Internet: www.les.schleswig-holstein.de

Der Entwurf der Landesentwicklungsstrategie 2030 als PDF finden sie hier.

Kiel, Landesregierung Schleswig-Holstein, 13 Dezember 2016
Lokale Akteure diskutierten in Neumünster über Agenda 2030 und globale Nachhaltigkeitsziele

Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein und die Stadt Neumünster luden Kommunen, Politik und Zivilgesellschaft am Dienstag, den 29. November 2016 zur Veranstaltung „Die 2030-Agenda und die globalen Nachhaltigkeitsziele – Kommunen in Schleswig-Holstein gestalten mit!“ ein. Begleitet wurde die Veranstaltung von einem Markt der Möglichkeiten, auf dem sich lokale Akteure aus Neumünster und Schleswig-Holstein präsentieren konnten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Olaf Tauras, Oberbürgermeister der Stadt Neumünster. In seinem Grußwort zeigte er Möglichkeiten auf, wie sich eine Stadt nachhaltig aufstellen kann. In Neumünster wird nachhaltige Stadtentwicklung als ganzheitliche Planung verstanden und ist als Querschnitt im integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) verankert. Er begrüßt daher sehr, dass die zentrale Rolle der Kommunen bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) immer mehr anerkannt wird und er mit der Unterzeichnung der Musterresolution ein entsprechendes Zeichen setzen kann.

Die genauen Zielsetzungen und Hintergründe zur Agenda 2030 wurden im Anschluss von Jens Martens vom Global Policy Forum vertieft. Er erläuterte, wie die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für alle Länder Geltung haben und damit auch Deutschland in die Pflicht genommen werden sollte.

An diesem Punkt stieg Dr. Robert Habeck, Minister für Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume in Schleswig-Holstein ein. Für ihn stellt die große Abstraktion des aktuellen Diskurses um die SDGs eine zentrale Herausforderung dar. Der Strategieprozess zur Umsetzung muss in konkreten und vernetzten Projekten laufen. Einen tiefgreifenden Wandel können Kommunen jedoch nur zusammen mit Bund und Ländern umsetzen. So kann man den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft auch mit Gesetzen und Regularien hinterlegen.

Er berichtete zudem von einer kürzlich durchgeführten Indienreise zum Thema Solarenergie. Das Land plant ein großes Projekt zum Einsatz von regenerativen Energien, das Deutschland in vielerlei Hinsicht voraus ist. Damit wird auch klar, dass ein Verständnis von Entwicklungshilfe – Deutschland als Geber und Entwicklungsländer als Empfänger – nicht mehr zeitgemäß ist. Im Gegensatz zu den Millenniumszielen (MDGs) zeigen nun die SDGs: Wir als Staaten des Westens und Nordens müssen uns selber auch ändern. „Schluss mit Paternalismus und Überheblichkeit“, so Minister Habeck.

Dass auch deutsche Kommunen bereit sind ihren Beitrag zu leisten zeigte die anschließende Unterzeichnung der Musterresolution des Deutschen Städtetages durch Oberbürgermeister Tauras. Damit ist Neumünster die erste Zeichnungskommune aus Deutschlands nördlichstem Bundesland.

Danach waren noch einmal die Teilnehmenden gefragt. An drei Thementischen fand ein reger Austausch zu kommunalen Partnerschaften, zu nachhaltiger Beschaffung in der Kommune und zu kommunalem Nachhaltigkeitsmanagement statt. Im World Café konnten konkrete Ansätze und Handlungsmöglichkeiten zur Umsetzung der SDGs auf lokaler Ebene vertieft werden.

Zum Abschluss standen die Moderatorin, Julia Niharika Sen, und Sebastian Dürselen, Projektleiter bei der SKEW, im Dialog. Unter anderem gingen sie auf die laufende Erhebung zu Aktivitäten zur kommunalen Umsetzung der SDGs in Schleswig Holstein ein.

Mit den Erkenntnissen der Erhebung und angesichts der positiven Resonanz zu der Veranstaltung sei man zuversichtlich, in Abstimmung mit allen aktiven Akteuren in Schleswig-Holstein im nächsten Jahr ein passendes Format zu finden, um Städte und Gemeinden noch stärker an die SDGs heranzuführen und weitere Zeichnungskommunen zu gewinnen.

Servicestelle Kommunen der Einen Welt (SKEW), 29 November 2016
Neues Infoheft zu Partnerschaftsarbeit "Globale Partnerschaften und Entwicklung"

Das erste Infoheft „Globale Partnerschaften & Entwicklung“ der neuen Reihe des Bündnisses Eine Welt Schleswig-Holstein e. V. (BEI) ist erschienen. Darin informiert der BEI u. a. über den Partnerschaftsrat und das Partnerschaftsportal sowie über die allgemeine Partnerschaftsarbeit in Schleswig-Holstein. Vor allem aber wird eine umfangreiche Materialsammlung mit vielen weiterführenden Informationen rund um das Thema „globale Partnerschaften“ angeboten. Die Broschüre soll zukünftig regelmäßig erscheinen. Das Heft kann als PDF-Datei auf der Website heruntergeladen oder als Print-Version in der Geschäftsstelle des BEI erworben werden. Zusätzlich bietet der Verein Informationen zu Globalen Partnerschaften inner- und außerhalb Schleswig-Holsteins sowie zum gemeinsamen Partnerschaftsportal für Norddeutschland an.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 15 November 2016
Startschuss für den Nachhaltigkeitspreis 2017

Nachhaltigkeitspreis: Jetzt bewerben
Umweltminister Habeck hat den Startschuss für den Nachhaltigkeitspreis 2017 des Landes Schleswig-Holstein gegeben.

Werben für ein anderes Bewusstsein
"Der Preis ist ein Anreiz, nachhaltige Projekte voranzutreiben und mit ihnen für ein anderes Bewusstsein zu werben", sagte Minister Habeck. Insgesamt ist der Nachhaltigkeitspreis mit 10.000 Euro dotiert. Die Summe kann auf mehrere Preisträgerinnen und Preisträger verteilt werden. Der Hauptpreis wird dabei mit mindestens 5.000 Euro honoriert.

Schwerpunkte
Jeweils mindestens ein Teilpreis wird in den drei Schwerpunktbereichen vergeben:

  • Bildung für nachhaltige Energienutzung
  • Nachhaltigkeit in der Lieferkette
  • Das rechte Maß treffen – Faire Preise für Erzeuger

"Faire Preise für Erzeuger – das haben wir immer im Zusammenhang mit Bananen, Kaffee und deren Erzeugerländern gesehen. Wir alle erleben aber jetzt hautnah, wie auch unsere Bauern unter der Missachtung dieses Nachhaltigkeitsprinzips zu leiden haben", so der Minister.

Bis zum 25. November bewerben
Habeck lud die Bürgerinnen und Bürger Schleswig-Holsteins ein, sich bis zum 25. November zu bewerben oder entsprechende Gruppen oder Einzelpersonen für den Preis vorzuschlagen.

Wer kann ausgezeichnet werden?
Als Preisträger kommen Unternehmen, Vereine und Verbände, Bürgerinitiativen, Kommunen (auch Ortsteile), Kirchengemeinden und kommunale Partnerschaften sowie Schulen oder Einzelpersonen aus Schleswig-Holstein in Betracht, die in ihren Projekten innovative Ideen für soziale Gerechtigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit beispielgebend und erfolgreich miteinander verbinden. Beiträge aus Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, die dazu anregen, sind von der Jury ausdrücklich erwünscht.

"Wir müssen Ressourcenverbrauch und Wohlstand entkoppeln" - Dr. Robert Habeck

Voraussetzungen
Die Projekte müssen über eine langfristige Zielsetzung verfügen und mit der Umsetzung begonnen haben. Sichtbare Erfolge sollten ausgewiesen werden.

Jury
Die eingereichten Vorschläge bewertet eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden und Institutionen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Soziales, Kirche, Kommunen sowie Natur- und Umweltschutz unter Vorsitz von Staatssekretärin Dr. Silke Schneider.

Preisverleihung im April 2017
Der Nachhaltigkeitspreis des Landes wird 2017 zum fünften Mal vergeben. Die Preisverleihung ist für den 6. April 2017 in Neumünster vorgesehen.

Informationen und Bewerbungsunterlagen finde Sie hier.

Schleswig Holstein, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, 19 Juli 2016
Bundesminister Müller in Kiel: Zehn Vorschläge zur Rettung der Ozeane

Mehr Meeresschutzgebiete, mehr nachhaltige Fischerei, weniger Müll in unseren Meeren; das sind einige der Schwerpunkte des neuen Zehn-Punkte-Aktionsplans zum Meeresschutz, den Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller heute im Kieler GEOMAR Helmholtz- Zentrum für Ozeanforschung präsentiert hat.

Der Minister warnte vor den dramatischen Folgen vor allem für die ärmeren Länder, wenn sich die Menschheit nicht endlich ihrer Verantwortung für den Schutz und die Erhaltung der Ozeane bekennt: „Gerade die Küstenstädte in den ärmeren Ländern brauchen unsere Unterstützung, um mit den Folgen der steigenden Meerespegel klarzukommen. Wir wollen Küstenlandschaften vor Zerstörung bewahren. Wir brauchen neue Lösungen, um eine Überfischung der Meere zu vermeiden. Und wir müssen gemeinsam aktiv werden, um die Ozeane nicht zu Müllkippen zu machen. so der Minister: „Aus dem Meer kam vor dreieinhalb Milliarden Jahren das erste Leben wenn wir das Meer zerstören, dann vernichten wir zugleich unsere eigene Lebensgrundlage. Deswegen sind wir alle gefordert, uns für den Schutz des Lebensraums Meer starkzumachen, in den entwickelten Ländern ebenso wie in den weniger entwickelten Ländern. Wir werden uns zukünftig noch stärker für den Meeresschutz einsetzen und haben mit dem Aktionsplan ein Arbeitsprogramm, das wir jetzt umsetzen werden. Nicht allein, sondern gemeinsam mit unseren Partnern aus Wissenschaft, der Wirtschaft und mit Nichtregierungsorganisationen.

Ozeane produzieren 50 Prozent des Sauerstoffs auf der Erde und sind Einkommens- und Nahrungsgrundlage für über 10 Prozent der Weltbevölkerung, insbesondere in Entwicklungsländern.

Mit dem 10-Punkte-Plan will das BMZ die Entwicklungsländer dabei unterstützen, Meere zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Vorgesehen ist unter anderem, die Meeresschutzgebiete auszuweiten. Die nachhaltige Fischerei und Aquakultur sollen stärker zur Sicherung der Ernährung beitragen und ein integriertes Abfallmanagement verhindern, dass unsere Meere zu Müllkippen werden. Die Menschen an den Küsten werden unterstützt bei der Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels. Wichtiges Finanzierungsinstrument für die Umsetzung des Aktionsplanes ist der neue Blue Action Fund, den das BMZ bis Ende des Jahres auflegen wird. Akkreditierten Nichtregierungsorganisationen stehen dann Mittel für den Aufbau und die Verwaltung von grenzüberschreitenden Schutzgebieten zur Verfügung.

Küsten- und Meeresschutz sowie nachhaltiges Leben mit dem Meer sind auch Thema der ZukunftsTour, die am 19. Mai Station in Kiel macht und zu der Bundesminister Müller und der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Thorsten Albig, die Bürgerinnen und Bürger einladen. Das umfassende Programm der ZukunftsTour finden Sie unter: www.zukunftstour.de

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), 19 Mai 2016
Jugendwettbewerb: „Solarcup 2016“

Die Abschlusspräsentationen des „Solarcup“-Jugendwettbewerbs der Artefact gGmbH finden am 19. Juni 2016 in Glücksburg statt. Eingeladen sind Jugendliche von 10 bis 18 Jahren, die ein solarbetriebenes Modellfahrzeug ins Rennen schicken möchten. Anmeldeschluss für den Wettbewerb ist der 01. Juni 2016. Die Schüler/-innen sind dadurch angehalten, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Energie auseinanderzusetzen. Die Gruppen gestalten außerdem Poster zu ihren Fahrzeugen, die auch in die Bewertung mit einfließen.

Die Bausätze können gegen einen Unkostenbeitrag bestellt werden. Es können Fahrzeuge aus den Kategorien „Ultraleicht“, „Kreativ“ oder „Solarboote“ entwickelt werden. Am Tag der Abschlusspräsentationen wird für ein vielfältiges Jugend-Programm gesorgt. Das Finale und die Siegerehrung finden am Nachmittag statt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 19 Mai 2016
Publikation „Faire Kommunen in Schleswig-Holstein“

In der Publikation „Faire Kommunen in Schleswig-Holstein“ werden Projekte und Bewegungen aus den 13 Fairtrade-Towns im Land vorgestellt. Die Broschüre wurde vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI) herausgegeben und macht das bisherige Engagement in Schleswig- Holstein sichtbar. Sie enthält Berichte zu vergangenen Netzwerktreffen der Fairen Städte und Gemeinden sowie aktuelle Projekte von Aktivisten/-innen aus dem Bereich des Fairen Handels. Sie gibt aber auch Anregungen, wie weitere Schulen, Gastronomien und der lokale Handel in diesem Bereich mitwirken können.

Die Broschüre gibt Aufschluss über die Fördermöglichkeiten von Projekten und fasst die Kriterien dafür zusammen. Ziel der Broschüre ist es, weitere Kommunen zum Mitmachen zu bewegen. Die Publikation kann hier kostenlos heruntergeladen werden, aber ebenfalls als Druck bei Markus Schwarz (markus.schwarz@bei-sh.org) bestellt werden.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, 19 Mai 2016
Die Zukunftstour in Kiel am 19. Mai 2016

Am 19. Mai 2016 kommt die ZukunftsTour, die seit 2015 die Ergebnisse der Zukunftscharta in die Deutschen Länder trägt, nach Schleswig-Holstein. Bei den angebotenen Workshops der Zukunftswerkstatt befassen sich die Teilnehmer/-innen mit den Auswirkungen des Klimawandels und mit den Zusammenhängen von Konsum und Umweltverschmutzung.

Ausstellungen und Projekte zum Thema Nachhaltigkeit und Fairer Handel ergänzen das Programm. Darüber hinaus findet ein „Poetry-Slam“ statt sowie „Urban Gardening“-Projekte. Der Zeitplan für die angebotenen Workshops und Vorträge findet sich hier.

Neben der „Politikarena“, bei der Bundesentwicklungsminster Gerd Müller und Ministerpräsident Torsten Albig dabei sein werden, gibt es auch in der „Social Bar“ die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und zu diskutieren. Außerdem wird am 22. Mai eine Tour an der Ostseeküste angeboten, bei der die Spuren des Klimawandels aufgezeigt werden. Ziel ist es, die Besucher/-innen zum Umdenken und zur verantwortungsvollen Ressourcennutzung zu bewegen. Die Online-Anmeldung erfolgt über die Internetseite von Engagement Global.

Engagement Global GmbH , 29 März 2016
Das Umweltministerium setzt sich für einen nachhaltigeren Kakaoanbau ein

„Die Situation im Kakaoanbau ist sehr schwierig. Die Einkommen von Kleinbauern und Landarbeitern sind zumeist nicht ausreichend, um den Lebensunterhalt zu sichern, Kinderarbeit ist immer noch weit verbreitet. Wir wollen unsere Verantwortung in der Welt wahrnehmen und dazu beitragen, die Produktions- und Lebensbedingungen für Kleinbauernfamilien zu verbessern“, sagte Staatssekretärin Schneider anlässlich eines Gespräches mit Vertretern der Süßwarenindustrie am 4.2. in Kiel. Auf dem Treffen informierten sich die Staatssekretärin und Unternehmensvertreter über die Situation im Kakaoanbau und die Arbeit des Vereins "Forum Nachhaltiger Kakao", der sich für verbesserte Lebensbedingungen für Kakaobauern und eine nachhaltige Kakaoerzeugung einsetzt.

„Kakao ist ein wichtiger Rohstoff für die deutsche Süßwarenindustrie, besonders für die Herstellung von Schokolade, aber auch für andere Produkte. Deshalb trägt unsere Branche eine besondere Verantwortung. Bessere Lebensbedingungen für die Kleinbauern bedeuten eine bessere Kakaoqualität, die wir für unsere Produkte brauchen“, erklärte der Vorsitzende des Forums Nachhaltiger Kakao Wolf Kropp-Büttner.

Das Umweltministerium wird sich künftig als Fördermitglied im Verein für die Bildungsarbeit in Schleswig-Holstein einsetzen und für die Bedingungen im Kakaoanbau sensibilisieren. „In vielen Bereichen geht unsere derzeitige Lebens- und Wirtschaftsweise zu Lasten anderer und kann nicht einfach so weiterlaufen. Ich freue mich deshalb, dass wir diesen Schritt für faire Schokolade in Schleswig-Holstein gehen“, so Schneider.

Hintergrund:
Über 10 Prozent der Weltkakaoernte werden allein in Deutschland verarbeitet. Die Hauptanbaugebiete liegen heute in Westafrika. Kleinbäuerliche Familienbetriebe unter 5 Hektar sind hier die bedeutendste Produktionsform. Schlechte Lebensbedingungen machen den Kakaoanbau zunehmend unattraktiv für Kleinbauern, die Lieferkette leidet unter den Auswirkungen. In Schleswig-Holstein verarbeiten 29 Unternehmen und Betriebe Schokolade und Kakao in Süßwaren, Getränken, Getreideprodukten sowie Brot und Backwaren.

Das vom Bundeslandwirtschaftsministerium und Bundesentwicklungshilfeministerium gemeinsam mit der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft gegründete "Forum Nachhaltiger Kakao" setzt sich für verbesserte Lebensbedingungen für Kakaobauern und eine nachhaltige Kakaoerzeugung ein. Ziel des Vereins ist, entlang der gesamten Kakao-Wertschöpfungskette bessere Produktions- und Lebensbedingungen für die Kleinbauernfamilien zu schaffen und den Kakao-Anbau wieder attraktiver zu machen: Ausbildung der Bauern in nachhaltigen Anbaumethoden sollen die Produktivität und die Qualität steigern. Kakaobauern sollen außerdem dabei unterstützt werden, sich in Kooperativen zusammenzuschließen, um ihre Marktposition zu stärken. Der Verein "Forum Nachhaltiger Kakao" dient als Dach für Pilotprojekte, die den gemeinsam vereinbarten Kriterien entsprechen. Der Mitgliedsbeitrag von 500 Euro bis 10 000 Euro jährlich ist entsprechend des jährlichen Unternehmensumsatzes gestaffelt.

Schleswig-Holstein, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, 28 März 2016
Netzwerk21-Kongress und ZeitzeicheN- Preisverleihung in Lübeck

Am 4. Und 5. November 2015 fand in Lübeck der 9. bundesweite Netzwerk21-Kongress in Zusammenarbeit des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MELUR) mit der Grünen Liga Berlin e. V. und zahlreichen weiteren Partnern und Sponsoren statt.

Die 18 Workshops und Foren und den Plenarbeiträgen fanden vor dem Hintergrund der Frage nach Funktion und Wirksamkeit der großen, übergeordneten Nachhaltigkeits-Erklärungen und -Programme für die Basisarbeit statt. Überwiegendes Fazit: Insbesondere echte Partizipation bei der Formulierung solcher Erklärungen steigert die Bereitschaft mitzumachen, genau wie auch glaubwürdige Vorbildwirkung von Politik und Verwaltung, die vor allem dann gelingt, wenn nachhaltige Entwicklung zur Chefsache gemacht wurde.

Dann erst können solche Erklärungen auch eine Legitimationswirkung für Akteure entfalten. Daneben wurden weitere Statements festgehalten. Unter den Preisträgern des diesjährigen ZeitzeicheN-Preises für lokales Nachhaltigkeitsengagement gab es – ausdrücklich ohne Gastgeber-Bonus! – in den üblichen sechs Kategorien zwei Sieger und weitere fünf Nominierte aus Schleswig-Holstein, nachdem das Land mit Bewerbungen bisher eher spärlich vertreten war. Daneben wurden drei Initiativen für besonderes gesellschaftliches Engagement bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen mit einem Sonderpreis „Zeichen der Zeit erkennen und handeln“ ausgezeichnet. Der 10. Netzwerk21- Kongress wird im kommenden Jahr am 27./28.10. in Dortmund stattfinden.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, World University Service e.V., 16 Dezember 2015
Eine-Welt-Preis 2016 der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat den Eine-Welt-Preis 2016 ausgeschrieben. Am Wettbewerb teilnehmen können Personen, Gemeinden, Schulklassen, Fair-Handelsgruppen, Partnerschaftsgruppen oder Initiativen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die sich in den vergangenen beiden Jahren kreativ und vorbildlich für lebendige Nord-Süd-Beziehungen und eine gerechtere Welt engagiert haben.

Der erste Preis ist mit 3.000, der zweite Preis mit 2.000 und der dritte Preis mit 1.500 Euro dotiert.

Einsendeschluss ist der 15.11.2015.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, 29 Oktober 2015
Nord-Süd-Dialog mit kenianischer Delegation gestartet

Gemeinsam mit der Nordkirche hat das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Gäste aus Kenia begrüßt. Die Delegation der kenianischen Kirche besuchte Betriebe, um sich über Fruchtfolgen, Schädlingsbekämpfung und die Reduzierung von Krankheiten sowie die Versorgung mit Erneuerbaren Energien zu informieren. Außerdem standen die landwirtschaftliche Produktion und Frauenförderung sowie Partnerschaftsarbeit im Fokus der Gespräche.

Im Dialog mit Minister Robert Habeck und Gerhard Ulrich, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, wurden weitere Schritte der Zusammenarbeit vereinbart, um die gemeinsame Entwicklungszusammenarbeit voranzutreiben. Die Kenianische Evangelisch-Lutherische Kirche (KELC) will in Loitoktok, Rombo Area, im Süden des Landes als Pilotprojekt einen Agrarbetrieb aufbauen, der Gemüse und Getreide anbaut und als Ausbildungsbetrieb fungiert. Er soll sich durch die Erlöse der Ernte möglichst bald selbst tragen und zur Ernährungssicherheit innerhalb Region beitragen. Der Betrieb ist als Pilotprojekt für weitere landwirtschaftliche Kleinbetriebe lokaler Kirchengemeinden gedacht.

Ministerpräsident Habeck äußerte sich zur Zusammenarbeit mit Kenia: "Angesichts des Klimawandels muss die Bedeutung einer nachhaltigen internationalen Entwicklungszusammenarbeit wachsen. Wir müssen verstärkt dazu beitragen, dass die Menschen auch in ihrer Heimat Lebensperspektiven haben. Schleswig-Holstein will durch seine Kompetenz in Landwirtschaft und Energiewende gern einen Anteil leisten. Ich danke den Institutionen im Land, die ihr Knowhow hierfür zur Verfügung stellen."

Die vollständige Pressemitteilung ist hier verfügbar.

Schleswig-Holstein, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, 27 Oktober 2015
20 BNE-Kitas ausgezeichnet

Schirmherr und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räum des Landes Schleswig-Holstein Dr. Robert Habeck hat auf der Abschlussveranstaltung des Modellprojektes Kita21 weitere 20 Kitas ausgezeichnet. In den beteiligten Kindertageseinrichtungen wurde eine Vielzahl von Bildungsprojekten gestaltet. Die Kitas haben sich mit Ernährung, Abfall, Wasser, Energie, Mobilität und Konsum auseinandergesetzt und zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die zur Energieeinsparung und Förderung des Klimaschutzes beitragen.

Über die Einbeziehung der Eltern in die Bildungsarbeit und die Zusammenarbeit mit lokalen Bildungsakteur/-innen und einer Vielzahl von Organisationen aus dem Umfeld der Einrichtungen wurden zudem Impulse zur Auseinandersetzung mit Umweltschutzbelangen in das Gemeinwesen gegeben.

Das Modellprojekt zeigt eine großes Potenzial zur Förderung des Bewusstseins für ressourcenschonendes Verhalten und zur Umsetzung konkreter Umweltschutz- und Energieeinsparmaßnahmen in den Kitas beiträgt. Dieses Potenzial sollte in der Weiterentwicklung des Projektes genutzt werden.

Schleswig-Holstein, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, 27 Oktober 2015
Abschluss des Dialogprozesses zu den Entwicklungspolitischen Leitlinien

Das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e. V. (BEI), der Kirchliche Entwicklungsdienst der Nordkirche (KED) und der Städteverband Schleswig-Holstein starteten im Juni 2014 einen einjährigen Dialogprozess zu den Entwicklungspolitischen Leitlinien, der vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume begleitet wurde. Am 29. Juni 2015 wurden die Ergebnisse des Dialogprozesses, an denen zahlreiche Akteur-/innen aus Schleswig-Holstein mitarbeiteten, den Landtagsabgeordneten in Schleswig-Holstein im Kieler Landeshaus vorgestellt und überreicht.

Stellvertretend für den Landtag nahmen der 1. Landtagsvizepräsident Bernd Heinemann und Staatssekretärin Dr. Silke Schneider das Dokument entgegen. Nun liege es in der Hand der Abgeordneten, die erarbeiteten Leitlinien und Handlungsempfehlungen in den verschiedenen Gremien zu diskutieren und sie als Grundlage bei zukünftigen politischen Entscheidungsprozessen zu nutzen.

In den vergangenen Monaten arbeiteten zahlreiche gesellschaftliche Akteure-/innen aus Schleswig-Holstein an den nun vorliegenden Vorschlägen für die entwicklungspolitischen Leitlinien. Das Kooperationsprojekt von BEI, der Entwicklungsdienst der Nordkirche und dem Städteverband Schleswig-Holstein wurde vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume begleitet.

Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e. V. (BEI), 14 September 2015
Jugend-Theaterwettbewerb „Eine Bühne für Menschenrechte“

Das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein startet einen Theaterwettbewerb für Jugendliche. Teilnehmen können Schulklassen und Jugendgruppen aus Kiel und Umgebung. Voraussetzung ist, dass sich das Theaterstück mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzt. Dabei sind alle Theaterformen möglich, so z. B. auch Szenische Lesungen, Pantomime oder Musicals.

Eine Jury bestehend aus Theaterfachleuten wählt die besten vier Produktionen für die Endausscheidung im Kulturforum der Stadtgalerie Kiel aus. Wer an der Teilnahme interessiert ist, kann bis zum 16. Oktober 2015 das Anmeldeformular an das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein senden.

Unterstützt wird der Wettbewerb vom Offenen Kanal Kiel, der den Teilnehmern Kameraworkshops anbietet und die Abschlussveranstaltung filmisch festhält.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V., 16 Juli 2015
Abschlussveranstaltung des Dialogprozesses Entwicklungspolitische Leitlinien

Ob das wirtschaftliche Handeln großer Konzerne oder das Konsumverhalten jeder/s Einzelnen – fast alles hat globale Auswirkungen. Interkulturelle Öffnung und gleichberechtigte Nord- üd-Partnerscha en werden allseits gewünscht. Aber wie kann dies in Schleswig-Holstein aussehen? Um diese und andere Fragen zu klären, initiierte das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. in Kooperation mit dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche, dem Städteverband Schleswig-Holstein und unter Begleitung durch das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein den „Dialogprozess Entwicklungspoli sche eitlinien für chleswig-Holstein“.

Themenfelder waren unter anderem Klima und Energie, Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Ernährungssicherheit und ländlicher Raum. Das Ziel war es, verschiedene gesellschaftpolitische Akteur/-innen in die Diskussion und bei Entscheidungsprozessen mit einzubinden. Die Ergebnisse sollen in den Landtag eingebracht und nach Möglichkeit verabschiedet werden. Weitere Informationen sind auf der Webpräsenz des Dialogprozesses zu finden.

Am 29. Juni 2015 findet die Abschlussveranstaltung des Dialogprozesses Entwicklungspolitische Leitlinien für Schleswig-Holstein im Schleswig-Holstein Saal des Kieler Landeshauses statt.

Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), 17 Juni 2015
Die Gewinner/-innen des Nachhaltigkeitspreises Schleswig-Holstein 2015 stehen fest

43 Bewerbungen waren angetreten, um den diesjährigen Nachhaltigkeitspreis Schleswig-Holstein zu erringen, der in diesem Jahr, dem EU-Jahr der Entwicklung, unter dem Motto "Vielfalt als Chance" stand und als einen Schwerpunkt das Thema "Interkultur" herausheben wollte. Als glücklicher Sieger konnte das Team des BELLA DONNA - ein Haus von Frauen e.V. am 26. März 2015 in Breklum/Nordfriesland den ersten Preis von der Umwelt-Staatssekretärin und Jury-Vorsitzenden Dr. Silke Schneider entgegen nehmen.

Der erste Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Gezielte unternehmerische und organisatorische Hilfe für Frauen jedweder Herkunft: Im Bella Donna Haus, dem Innovationszentrum in Bad Oldesloe, wird das gelebt. Mit Hilfe einer Stiftung werden Frauen- und Mädchenprojekte gefördert. Laudatorin Kathrin Ostertag von der IHK Lübeck würdigte das von Anfang bis Ende durchdachte nachhaltige Konzept des BELLA DONNA HAUSes: Von der Planung der baubiologisch optimierten, kostengünstigen und energieeffizienten Sanierung des Gebäudes über die von Mietern und Verein passend zum inhaltlichen Konzept organisierten Veranstaltungen bis zur Nutzung von Leih- und Schenkgemeinschaften zur Finanzierung weiterer Investitionen passt wirklich alles zusammen!"

Der 2. Preis (2.000 €) ging an das Gut Wulfsdorf bei Ahrensburg. Hier wirtschaftet nicht nur ein Demeterhof nach ökologisch-nachhaltigen Prinzipien mit Direktvermarktung im Hofladen und auf Märkten in Hamburg, sondern hier werden zugleich eine Metzgerei und eine Bäckerei betrieben und ein zukunftsweisendes Energiekonzept umgesetzt. Zudem ist dieser Betrieb mit dem innovativen Wohnprojekt Almende Wulfsdorf vernetzt, wo Leben und Beschäftigung auch für Menschen mit Einschränkungen geboten wird. Abgerundet wird das Gesamtprojekt mit der Erforschung und Erzeugung von Biosaatgut. Der Landesnaturschutzbeauftragte Prof. Dr. Holger Gerth hob in seiner Laudatio hervor, dass der Projetträger Gut Wulfsdorf mit seiner 25-jährigen Entwicklung vom Hoforganismus zum Dorfprojekt überzeugte, indem gemeinsam nachhaltig, ökologisch, regional und sozial gelebt und gewirtschaftet wird.

Zwei dritte Preise mit je 1.500 Euro gingen an Hunkelstide UG sowie die Holstenschule Neumünster.

Der Markenname "Hunkelstide", abgeleitet aus "Gehunkel" (Obstreste) und Tide (dem Gezeitenwechsel) steht - neben leckerem und gesundem Naschwerk - für die Verwertung überschüssiger Lebensmittel, die frisch nicht mehr zu vermarkten sind. Daraus entstehen in dem kleinen Start-up-Unternehmen in Schwartbuck bei Lütjenburg in sehr viel Handarbeit die unterschiedlichsten Dörrobst-Produkte. So landet weniger Obst im Müll. Vom Apfeltee über Zucchini-Chips bis zu Bananen-Nuss-Möpsen (getrocknete und aufgerollte Fruchtpasten) reicht das Shop- und Internet-Angebot.

Die Schülerinnen und Schüler der Holstenschule in Neumünster nähern sich mittels Film-, Kunst- und Theaterprojekten der Flüchtlingsproblematik: Was würde man in den Koffer packen, wenn man aus seiner Heimat flüchten müsste? Gemeinsam mit Flüchtlingen gelangen sie zu einem Perspektivwechsel, zu Betroffenheit und am Ende mehr Toleranz.

Eine besondere Anerkennung für sein sehr umfassendes Nachhaltigkeitskonzept für Kindertagesstätten erhielt der bereits an anderer Stelle mehrfach ausgezeichnete Pädiko e.V. aus Kiel.

Und das Regionale Berufsbildungszentrum Kiel wurde in gleicher Weise für sein langjährig erfolgreiches interkulturelles Engagement als Zukunftsschule.SH (Zertifikat für Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulbereich) gewürdigt.

Eine lobende Erwähnung erfuhr schließlich die WEB-Agentur everybitcounts für eine Bewerbung, die auf den gedankenlosen und energiezehrenden Umgang mit Datenmengen bei der Web-Seitenprogrammierung, ein völlig vernachlässigtes Phänomen des digitalen Zeitalters, aufmerksam macht.

Der Preis, der nach 2009, 2011 und 2013 nun zum vierten Mal vergeben wurde, ist erstmals als Gemeinschaftsprojekt zusammen mit den beiden kirchlichen Tagungshäusern "Haus am Schüberg" in Ammersbek und "Christian Jensen Kolleg" in Breklum ausgerichtet worden. Staatssekretärin Schneider: "Ich bin sehr erfreut über diese Kooperation, die neben der bloßen Arbeitsteilung auch inhaltlich durch die Einbettung des Preises in die Passions-Workshopreihe zur Globalen Transformation eine Bereicherung darstellt."

Abschließend wies Schneider auf den bundesweiten ZeitzeicheN-Preis (Bewerbungsschluss 10.07.2015) als eine weitere Chance für Nachhaltigkeitsprojekte aus Schleswig-Holstein hin, der am 4./5. November auf dem Netzwerk21-Kongress in Lübeck verliehen wird.

Schleswig-Holstein, Nicola Kabel, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, 20 Mai 2015
Deutscher Lokaler Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN

Zum neunten Mal verleiht der Netzwerk21Kongress den deutschen lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN. Eine unabhängige Jury zeichnet verschiedene Initiativen aus, die mit besonderen Aktivitäten an der Gestaltung von zukunftsfähigen Kommunen arbeiten.

Die Bewerber/-innen sollten nachhaltige Entwicklung und die lokale Vernetzung von Akteur/-innen fördern, sowie mit ihrem Projekt eine Modell- bzw. Vorbildfunktion einnehmen. Auch sollen die Konzepte sichtbare Resultate hervorbringen und bis in die Zukunft hinein weiterwirken. Ebenso sind Bewerbungen willkommen, die sich mit der Kommunikation oder Vermittlung von Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen. Bewerber/-innen können Initiativen, Unternehmen, Kommunen aber auch Einzelpersonen sein.

Die Preisverleihung, die mit insgesamt 14.000 Euro dotiert ist, findet im Rahmen des am 4. und 5. November 2015 stattfindenden bundesweiten Fortbildungs- und Netzwerkkongress für lokale Nachhaltigkeitsinitiativen Netzwerk21Kongress in Lübeck statt.

Weitere Infos und Registrierung zur Teilnahme unter folgendem Link. Der Kongress und der Nachhaltigkeitspreis werden u.a. vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein organisiert.

Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, World University Service Deutsches Komitee e.V., 18 Mai 2015
4. Nachhaltigkeitspreis Schleswig-Holstein 2015: Vielfalt als Chance!

Im Oktober 2014 hat das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein alle engagierten Unternehmen, Vereine und Verbände, Bürgerinitiativen, Kommunen (auch Ortsteile), Kirchengemeinden und kommunale Partnerschaften sowie Schulen und Einzelpersonen aus Schleswig-Holstein aufgerufen, sich für den mit insgesamt 10.000,- dotierten 4. Nachhaltigkeitspreis des Landes zu bewerben.

Mit dem Thema "Interkulturalität" wurde beim diesjährigen Nachhaltigkeitspreis ein entsprechender Akzent gesetzt, indem – neben sonstigen Nachhaltigkeitsprojekten - Ansätze und Initiativen, die die Chancen kultureller Vielfalt sichtbar machen, honoriert und präsentiert werden sollten.

43 Bewerberinnen und Bewerber sind diesem Aufruf gefolgt und haben bis zum Einsendeschluss am 22. November 2014 sehr vielfältige und interessante Beiträge eingereicht.

"Die Aufgabe für mich als Jury-Vorsitzende und meiner Jury-Kolleginnen und Kollegen besteht in den nächsten Wochen nun darin, unter Einbeziehung der Erfahrungen der beiden kirchlichen Häuser Christian Jensen Kolleg und Haus am Schüberg sowie der Fachkollegen in meinem Haus, die Bewerbungen zu sichten, zu beurteilen, zu bewerten und letztlich zu einem einvernehmlichen Ergebnis zu kommen.", so Dr. Silke Schneider, Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. "Ich freue mich schon jetzt darauf, den einen oder anderen von Ihnen anlässlich der Preisverleihung am 26. März 2015 im Christian Jensen Kolleg in Breklum persönlich kennen zu lernen."

Schleswig-Holstein, Landesregierung, 22 Januar 2015
Land und Kommunen wollen Textilien nachhaltiger einkaufen – Workshop zur nachhaltigen Beschaffung

Wie können soziale Kriterien beim Einkauf von Bekleidung berücksichtigt werden? Wie kontrolliert man diese Standards? Wo gibt es bereits Erfahrungen und Erfolge? Diese Fragen hatten knapp 20 Expertinnen/en nach Kiel geführt, wo am Donnerstag ein landesweiter Workshop unter Beteiligung von Umweltministers Robert Habeck zur nachhaltigen Beschaffung von Textilien stattfand.

Seit dem 1.8.2013 fordert das neue Tariftreue- und Vergabegesetz des Landes Schleswig-Holstein von öffentlichen Beschaffungsstellen im Land, Nachhaltigkeitskriterien in Ausschreibungen mit einfließen zu lassen oder zwingend zu berücksichtigen, je nach Auftragshöhe. Die Veranstalter des Workshops, das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI-SH) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR), dem Städteverband SH, dem Frauenwerk der Nordkirche sowie der Aktivgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung, diskutierten am Donnerstag, dem 11. Dezember 2014 mit Experten über die Möglichkeiten Sozialstandards zu berücksichtigen und nachzuweisen.

Dabei wurde festgehalten, dass gerade der Dialog mit der Wirtschaft und klare Forderungen der Verwaltungen wichtig sind, um schrittweise zu Verbesserungen in der Textilindustrie zu kommen. Wichtig sei es, einen Prozess in Gang zu setzen, ausbeuterische Produktionsbedingungen zu überwinden und dabei alle Akteure mit einzubinden.

„Schleswig-Holstein möchte seiner Verantwortung gerecht werden – gerade vor dem Hintergrund vieler erschreckender Berichte aus Textilfabriken in der Welt. Hierbei voranzugehen, Sozialstandards zu berücksichtigen, geht nur in Zusammenarbeit mit Experten, mit engagierten Beschaffungsverantwortlichen im Land und den Kommunen, und mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, welche uns das Thema immer wieder bewusst machen“, so Minister Robert Habeck. Weiter führte der Minister aus, dass zur Verbesserung der Lohnsituation in den Produktionsländer gerade mal ein Betrag von 8 bis 25 Cent, bei einem T-Shirt von ca. 10 € Verkaufspreis, erforderlich sind. „Wir reden hier maximal über den Pfandbetrag einer Getränkedose. Für die Markenwerbung werden jedoch ca. 2,50 € ausgegeben“.

Mit dem Tarif-Treue-Gesetz ist Schleswig-Holstein bereits einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gegangen. Erste erfolgreiche Ausschreibungen der Landesbeschaffungsbehörde Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) zeigen zudem, dass viele Bieter sich der Problematik bewusst sind. So wurde kürzlich Arbeitsbekleidung (Jacken, Hosen, Shirts, Schuhe), Wetterschutzbekleidung und weitere Textilien beschafft, die mit unabhängigen Siegeln zum Nachweis von Sozial- und Umweltstandards (u. a. Fair Wear Foundation, Fair Trade, Global Organic Textile Standard) ausgezeichnet sind. Um das komplexe Themengebiet weiter zu bearbeiten, ist der Austausch mit Experten unerlässlich. So wurde auf dem Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern der Fair Wear Foundation und der Kompetenzstelle für Nachhaltige Beschaffung, mit Verantwortlichen aus Land und Kommunen sowie Vertretern weiterer Bundesländer diskutiert.

Im Jahr 2014 konnten bereits mehrere Veranstaltungen zur Sensibilisierung in Kommunen und Land für Nachhaltigkeitsaspekte in öffentlichen Ausschreibungen durchgeführt werden. Die regionalen Workshops werden durch gezielte Schulungen zu kritischen Produktgruppen ergänzt.

„Mit Steuergeldern sollte verantwortlich umgegangen werden und gerade im Textilbereich sollten in Schleswig-Holstein keine Aufträge an Firmen erteilt werden, welche internationale Mindeststandards für ArbeiterInnen nicht einhalten“, so die Forderung von Markus Schwarz vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI), welches die Veranstaltung initiierte.

Über Nachhaltige Beschaffung kann Einfluss auf den Markt ausgeübt und Standards zum Durchbruch verholfen werden. Gerade bei komplexen Produktgruppen wie Textilien ist der Austausch untereinander ein wichtiges Zeichen, hier gemeinsam Veränderungen anzugehen.

Für weitere Informationen erreichen Sie

· Markus Schwarz beim Bündnis Eine Welt SH unter 0481-6405-9885.
· Thomas Puphal vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) unter 0431-988-7218.

Schleswig-Holstein, Bündnis Eine Welt Schleswig.Holstein e.V. (BEI), 11 Dezember 2014
Dialogprozess zu entwicklungspolitischen Leitlinien in Schleswig-Holstein

Inwieweit hat das Konsumverhalten oder der Energieverbrauch in Schleswig-Holstein globale Auswirkungen? Was sind gleichberechtigte Partnerschaften und wie könnte eine interkulturelle Öffnung Schleswig-Holsteins aussehen?

Solche und ähnliche entwicklungspolitische Fragen stehen im Mittelpunkt des Dialogprozesses zur Erarbeitung entwicklungspolitischer Leitlinien für Schleswig-Holstein, zu dem das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. in Kooperation mit dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche und dem Städteverband Schleswig-Holstein aufgerufen hat.

Im Rahmen des Dialogprozesses, der vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein begleitet wird, sollen unter Beteiligung aller gesellschaftlichen Akteure des Landes gemeinsame Handlungsempfehlungen im Bereich der Entwicklungspolitik und der Einen Welt im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erstellt werden. Dazu finden bis Ende des Jahres Veranstaltungen zu verschiedenen Themengebieten statt. Ein erster Entwurf der Leitlinien soll Anfang 2015 vorliegen.

Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), 30 Oktober 2014
Workshop zu nachhaltiger Beschaffung in schleswig-holsteinischen Kommunen

Wie beschaffen Kommunen sozial und umweltfreundlich? Wo zeigen sich die ersten Erfolge? Was brauchen wir, um besser zu werden? Diese Fragen hatten rund 30 kommunale Vertreterinnen und Vertreter nach Elmshorn geführt, wo am 6. Oktober 2014 eine landesweite Workshopreihe zu nachhaltiger Beschaffung in Kommunen Station machte.

Das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI-SH), der Kreis Pinneberg, die Stadt Elmshorn, der Städteverband Schleswig-Holstein und das schleswig-holsteinische Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume hatten in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Außenstelle Hamburg der Engagement Global gGmbH dazu eingeladen, sich über ökologisch- und sozialverantwortungsvolle Beschaffung zu informieren.

Im Workshop wurde aufgezeigt, wie Nachhaltigkeitskriterien in Ausschreibungen praktisch verankert und eingefordert werden können. Im Zentrum stand dabei der regionale Austausch zu Positivbeispielen und zu Möglichkeiten, erste Schritte zu unternehmen. „Lieber klein anfangen als lange planen“, war das Fazit eines Teilnehmers.

Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), 29 Oktober 2014
Umweltminister gibt Startschuss für Nachhaltigkeitspreis 2015 des Landes

Unter dem Motto „Interkultur – Vielfalt als Chance!“ wurde der Startschuss für den 4. Nachhaltigkeitspreis des Landes Schleswig Holstein gegeben. Bewerben können sich alle Unternehmen, Vereine und Verbände, Bürgerinitiativen, Kommunen, Kirchengemeinden und kommunale Partnerschaften sowie Schulen oder Einzelpersonen aus Schleswig-Holstein noch bis zum 22. November 2014, die in ihren Projekten innovative Ideen für „Soziale Gerechtigkeit“, „Wirtschaftlichkeit“ und „Umweltverträglichkeit“ beispielgebend und erfolgreich miteinander verbinden.

Die Preisverleihung ist für den 26. März 2015 vorgesehen. Insgesamt ist der Preis mit 10.000 Euro dotiert und kann auf mehrere Preisträger aufgeteilt werden. Der Nachhaltigkeitspreis wird erstmals in Zusammenarbeit mit den beiden Bildungszentren für nachhaltige Entwicklung „Haus am Schürberg“ und „breklum – Christian Jensen Kolleg“ ausgerichtet.

Schleswig-Holstein, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, 16 September 2014
Dialogprozess zu entwicklungspolitischen Leitlinien wird gestartet

Gemeinsame Handlungsempfehlungen im Bereich der Entwicklungspolitik und der Einen Welt im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu erschaffen und an den Landtag heranzubringen – das ist das Ziel des „Dialogprozesses Entwicklungspolitische Leitlinien für Schleswig Holstein“, an dem vielfältige gesellschaftliche Akteure teilnehmen. Am 28. August 2014 findet im Landeshaus in Kiel die Auftaktveranstaltung zum Dialogprozess statt und dort haben Interessierte erstmals die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen.

Im Rahmen von Workshops werden erste Erwartungen und Ziele formuliert. Fragen, wie sich z.B. unser Konsumverhalten oder unser Energieverbrauch auf den Globalen Süden auswirken, sollen ins Bewusstsein gerufen und in den Leitlinien der Entwicklungspolitik integriert werden.

Bis zum Jahresende finden pro Themengebiet noch zwei weitere Veranstaltungen statt, sodass bei einer Halbzeitbilanz zu Beginn des Jahres 2015 eine Rohfassung der Leitlinien vorliegen soll.

Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V., 16 Juli 2014
Neues Internetportal der Bundesländer zur Entwicklungspolitik freigeschaltet

Auf einem neuen Internetportal zur Entwicklungspolitik präsentieren die Bundesländer von heute (8. Februar 2013) an ihre Programme und Schwerpunkte. „Seit vielen Jahrzehnten beteiligt sich Schleswig-Holstein mit eigenständigen Beiträgen an der Ausgestaltung der deutschen Entwicklungspolitik“, sagte Minister Robert Habeck zur Präsentation des Portals „Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik“ (www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de). Das Portal wurde heute frei geschaltet und soll schrittweise ausgebaut werden.

Die Länder konzentrieren ihr entwicklungspolitisches Engagement vor allem auf ihre Kernkompetenzen und Zuständigkeiten: Bildung, Wissenschaft und Hochschule, Kultur, Wirtschaft, Migration, Gute Regierungsführung und Klimaschutz. Dabei steht die partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe und das Bemühen um eine nachhaltige Entwicklung im Vordergrund.

Auf den Seiten des Internetportals werden die entwicklungspolitischen Ziele und Projekte der Länder dargestellt. „Sie öffnen den Blick für das vielfältige Engagement der Länder und für die Bereitschaft, einen Beitrag zur weltweiten nachhaltigen Entwicklung zu leisten“, sagte Habeck. Das Portal bietet Anknüpfungspunkte für alle, die sich mit ihrem Know-how und Engagement der  „Einen Welt“ verpflichtet fühlen.

Die Pflege der internationalen Beziehungen sei grundsätzlich Sache des Bundes. Doch die Qualität der Kontakte ins Ausland werde von vielen Repräsentanten aus Landespolitik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie dem Wirken der unzähligen, vielfach auch ehrenamtlichen Initiativen bestimmt. Die praktische Zusammenarbeit in der Entwicklungspolitik zeige, dass Partnerschaft erfolgreich sei, wenn ein gegenseitiges Interesse an Kooperation bestehe, sagte Habeck weiter. Das erfordere Mut und Ausdauer von allen Beteiligten sowie einen nüchternen Blick auf das gemeinsame Wohl in einer vernetzten Welt.

„Die heutige Praxis internationaler Wirtschafts- und Finanzbeziehungen droht gute Ansätze zunichte zu machen. Das darf die Politik nicht zulassen. Wir tragen dafür eine gemeinsame Verantwortung in Deutschland. Dazu können die Länder aufgrund ihrer Kompetenz im Regionalen wie Internationalen einen Beitrag leisten“, sagte Habeck weiter. In Schleswig-Holstein kümmern sich vier Fachkräfte in einem dreijährigen Pilotprojekt verstärkt um Partnerschaftsarbeit und Armutsbekämpfung, um ein nachhaltigeres Beschaffungswesen sowie um den Fairen Handel und Themen des „Globalen Lernens“. Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert. „Ich lade alle ein, sich aktiv an der Entwicklungspolitik zu beteiligen, und hierzu bietet unsere gemeinsame Internetseite eine gute Informationsplattform“, sagte Habeck.

Schleswig-Holstein, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, 8 Februar 2013