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Bremen: Länder setzen Zeichen für gemeinsame Entwicklungszusammenarbeit

Auf Einladung von Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan haben sich die für Entwicklungszusammenarbeit zuständigen Ministerinnen und Minister der Länder am vergangenen Freitag (6. März 2026) im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Berlin zu einem politischen Austausch getroffen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Bund, Länder und Kommunen angesichts knapper Mittel noch enger zusammenarbeiten können, um die internationale Entwicklungszusammenarbeit wirksam und zukunftsfähig aufzustellen.

Staatsrätin Nancy Böhning: "Das dezentrale Engagement von Ländern und Kommunen ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Inland ist dabei aus unserer Sicht eine Schlüsselaufgabe. Länder und Kommunen sind nah an Schulen, Vereinen, Initiativen und der Stadtgesellschaft. Genau dort entsteht Rückhalt und Verständnis dafür, dass Entwicklungszusammenarbeit in unserem eigenen Interesse und unserer Verantwortung liegt."

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Dabei ging es um Voraussetzungen und Potenziale einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit in der Entwicklungspolitik. Aus Sicht Bremens können Länder und Kommunen dazu beitragen, tragfähige Partnerschaften zu unterstützen insbesondere dort, wo sie über langjährige Kontakte, kommunale Kooperationen und zivilgesellschaftliche Netzwerke verfügen.

Staatsrätin Böhning machte deutlich, dass die Länder bereit sind, weiter Verantwortung zu übernehmen und die neue Ausrichtung des BMZ aktiv zu unterstützen. Gleichzeitig brauche es verlässliche gemeinsame Strukturen, damit bewährte Programme und die Inlandsarbeit auch in Konsolidierungszeiten planbar bleiben.

Am Rande des Treffens würdigte Böhning außerdem die klare Haltung der Bundesministerin zu den aktuellen internationalen Rückschritten bei Gleichstellung und Frauenrechten. Das BMZ hatte am 2. März 2026 die Ausweitung der sogenannten "Global Gag Rule" durch die USA kritisiert und den deutschen Beitritt zur internationalen SheDecides-Bewegung als deutliches Signal für das Recht von Frauen und Mädchen auf Selbstbestimmung bekräftigt.

Das Treffen zeigte: Entwicklungszusammenarbeit bleibt eine gemeinsame Aufgabe. Bund, Länder und Kommunen können ihre Wirkung dann am stärksten entfalten, wenn sie strategisch abgestimmt handeln und ihre jeweiligen Stärken zusammenführen.

Freie Hansestadt Bremen, Pressestelle des Senats