Die Freie und Hansestadt Hamburg liefert 29 Stromgeneratoren und passende Anschlusskabel in die Ukraine. Die ersten zehn Generatoren trafen bereits in der vergangenen Woche in Kyiv ein. Der Senat hat die Nachricht erhalten, dass heute Mittag acht weitere Generatoren sicher in der ukrainischen Hauptstadt angekommen sind. Weitere sollen in Kürze folgen. Damit leistet Hamburg konkrete und schnelle Hilfe für die notleidende Bevölkerung und trägt dazu bei, in einer äußerst schwierigen Lage die Energie- und Wärmeversorgung in der ukrainischen Hauptstadt zu stabilisieren.
Mit den Generatoren können bis zu 3.000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Sie haben einen Gesamtwert von rund 500.000 Euro. Die Bestellung und Auslieferung erfolgt durch die Behörde für Inneres und Sport. Darüber hinaus wollen die Hamburger Energiewerke und weitere öffentliche Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg die Hilfe für die Ukraine unterstützen und werden weitere Generatoren im Gesamtwert von 120.000 Euro spenden. Bereits in Betrieb sind zwei Generatoren, die aus Spendengeldern des Pakts für Solidarität und Zukunft gekauft wurden. Sie sichern Heizung, Beleuchtung und Kommunikation in den Hope and Healing-Zentren der Organisation Save Ukraine in der Region Kyiv. In den Zentren werden Kinder und Familien betreut, die im Krieg ihr Zuhause verloren haben oder traumatisiert sind.
Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister: „Seit vier Jahren kämpfen die Menschen in der Ukraine um ihr Leben und ihre Freiheit. Hamburg steht an ihrer Seite und unterstützt mit humanitärer Hilfe. Die Stromgeneratoren sollen dazu beitragen, die extrem kalten Winterwochen zu überstehen. Ich bitte alle Hamburgerinnen und Hamburger, die Ukraine-Hilfe weiter mit Spenden und ehrenamtlichem Engagement zu unterstützen.“
Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Unsere Antwort aus Hamburg auf den furchtbaren russischen Angriffskrieg und den gezielten und systematischen Angriff auf die zivile Energie- und Wärmeversorgung bleibt klar: Wir stehen fest an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer und unterstützen jetzt vor Ort mit zahlreichen Generatoren aus Hamburg, um die Energieversorgung wieder zu verbessern. Die Ukraine verteidigt jeden Tag auch unsere Freiheit und unsere demokratischen Werte. Was die Menschen in der Ukraine und in unserer Partnerstadt Kyiv durchmachen, ist mit Worten kaum zu beschreiben – doch der bewundernswerte Mut und die beeindruckende Widerstandskraft der Ukrainerinnen und Ukrainer bleiben ungebrochen.“
Andy Grote, Innensenator: „Die Angriffe auf die Energieversorgung treffen die Zivilbevölkerung mit voller Härte. Mit der schnellen Bereitstellung der Generatoren setzen wir unser bisheriges Engagement konsequent fort. Bereits seit Beginn des russischen Angriffskrieges leisten wir konkrete Hilfe, etwa durch die Aufnahme zahlreicher Geflüchteter, die Lieferung von voll ausgestatteten Rettungswagen und von Minenräumfahrzeugen. Dass wir nun bis zu 3.000 Haushalte mit Strom versorgen können, ist praktische, unmittelbare Unterstützung in einer existenziellen Lage.“
Das Engagement zeigt die große Geschlossenheit der Stadt und der öffentlichen Unternehmen in der Unterstützung der ukrainischen Hauptstadt im Rahmen des „Pakts für Solidarität und Zukunft“. Das Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg hatte den Senat um Hilfe gebeten und den Aufruf auch an die Hamburgerinnen und Hamburger sowie Hamburger Unternehmen gerichtet. Hierauf hat die Stadt schnell und pragmatisch gehandelt. Allerdings ist noch weitere Hilfe notwendig.
Russlands systematische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur gehen unvermindert weiter und treffen die Zivilbevölkerung besonders hart. Viele Menschen leben ohne stabile Stromversorgung und leiden unter regelmäßigen Heizungsausfällen und Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius. Deutschland und seine Partner in der Europäischen Union stehen fest an der Seite der Ukraine – und das gilt ausdrücklich auch für Hamburg.
Pakt für Solidarität und Zukunft
Kurz nach Beginn des Krieges haben Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Kyivs Bürgermeister Vitali Klitschko den „Pakt für Solidarität und Zukunft“ zwischen Hamburg und Kyiv geschlossen. Gemeinsam mit den Partnern #WeAreAllUkrainians, der Handelskammer und Hanseatic Help leistet Hamburg seit vier Jahren humanitäre Nothilfe für den Großraum Kyiv. In diesem Zeitraum konnten unter anderem hunderte Paletten mit Hilfsgütern – gespendet von Hamburger Bürgerinnen und Bürgern sowie von Unternehmen – sowie voll ausgestattete Rettungswagen, Kleinbusse, Generatoren, medizinisches Material und viele weitere dringend benötigte Güter aus Hamburg nach Kyiv geschickt werden. Rund 37.000 Ukrainerinnen und Ukrainer haben in Hamburg Zuflucht gefunden und sind heute Teil unserer Stadtgesellschaft.